Vor genau fünf Jahren wurde bei CNN die Newsplattform iReport gegründet. Grundidee dahinter war die Lancierung eines Social Network, bei welchem sich die Leser und Zuschauer untereinander vernetzen und Informationen austauschen. Der Ansatz überzeugt – nun geht es darum, in den nächsten fünf Jahren mit neuen Ideen die Plattform auszubauen.

«User generated content» werden Inhalte genannt, die nicht von Journalistinnen und Journalisten, sondern von Medienkonsumenten erstellt und via Web verbreitet werden. Spätestens seit der Erfindung von YouTube und der Lancierung der ersten Blogs ist dieser so genannter «Prosumer»-Ansatz bekannt.

CNN hat dieses «neue» Phänomen beizeiten erkannt und deshalb vor fünf Jahren ein Webportal lanciert, auf welchem sich die Zuschauerinnen und Zuschauer anmelden und ihre eigenen Inhalte hochladen können. Die Idee dahinter war, dass sich die einzelnen User untereinander vernetzten und ihre Inhalte gegenseitig kontrollierten, denn diese wurden weder inhaltlich gecheckt, noch formal verändert. Somit entstand anno 2006 ein «neues YouTube» mit hauptsächlich News-Videos, das unter dem eigenen Brand publiziert werden konnte.

Inzwischen – fünf Jahre später – sind fast 900’000 User miteinander über die CNN-Plattform weltweit vernetzt. In Zukunft sollen diese von der Community erstellten Beiträge und Inhalte noch stärker ins eigene Programm integriert werden. Unter dem Projektnamen «Open Stories», können bereits erste Beispiele – übrigens auch datenjournalistischer Natur – bestaunt werden.

Die Leiterin von CNN iReporter, Lila King, ist überzeugt, würden künftig CNN-Journalisten und so genannte «iReporters» näher zusammenrücken, könnten noch lebendigere und realistischere Geschichten entstehen. Ihre Argumentation scheint deshalb nur logisch und unterstützenswert:

«Our bet is: We don’t know everything; we don’t have all the answers, but we can probably collect more of them — and do more diverse, interesting, deep stories — if we ask for help and collaborate.»

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