Die Arena des Schweizer Fersehens feiert Geburtstag. Zeitgleich mit dem 15-jährigen Jubiläum beschenkt sich die SF Arena gleich selbst. Mit einer neuen moderneren und erstmals viel helleren Aufmachung will die wöchentliche Politiksendung vom Freitagabend ihre Jugendlichkeit behalten.

Ein erster Augenschein des neuen Designs gewährte heute das SF Medienportal. Zum neuen Look gesellt sich ein neues Sendesignet und selbstverständlich auch ein neuer Trailer. Ansonsten soll aber alles beim Alten bleiben, verheisst es aus einer Medienmitteilung vom SF. So soll die Sendung auch in Zukunft die Meinungen einander entgegensetzen und die politische Schweiz mitprägen. Neben den Design-Änderungen (erinnern wir uns an die düsteren Zeiten; zur Veranschaulichung eine Illustration vor dem Umbau) gefällt mir vor allem die Idee, neue dramaturgische Elemente in die Sendung einzubauen.

So soll das neue Dekor die Anzahl der teilnehmenden Gäste und Diskussionspartner variieren lassen. Zudem ermögliche das umgebaute Studio Einspielungen von Aussagen früherer Sendungen, Schaltungen zu externen Gästen und Publikumsfragen. Dazu fordert SF bereits heute auf seiner Website auf. Neu sollen Zuschauer ihre Meinung nämlich per Videoupload in der Sendung einbringen können. Diese Idee erinnert mich an ein Fernsehduell in den USA zwischen Politikern und Web-2.0-Usern. Ob die Schweiz für solch grandiose und (wirklich) moderne Ideeen aber bereit ist, sei dahingestellt.

Dass die Sendung jedoch mit einem alten und durchaus ausgedienten Thema ins neue Zeitalter startet, überrascht mich: “Affäre Schmid/Nef: Unfall oder Versagen?”
Haben wir das Thema nicht längst abgehakt und erledigt? Anscheinend hat die Schweiz mal wieder eine Elefantenrunde nötig. Auch wenn sich vor einiger Zeit die SVP dazu entschied, nur noch an Arena-Sendungen teilzunehmen, falls die Gäste zur Hälfte aus ihrer Partei stammen. Anscheinend wurde dieser Einwand bald wieder über Bord geworfen. Und auch die aktuelle Gästeliste beweist dies: Brunner, Darbellay, Levrat und Pelli heissen die Diskussionspartner von Reto Brennwald. Seien wir also gespannt, ob wenigstens diese etwas Neues lancieren; ganz passend zur Erneuerung des aufgefrischten Dekors.


Foto: Markus Bertschi, SF.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.